Die-Hab-ich-nichts-besseres-vor, dann komm-ich- Mentalität

„Ja, mal in Deine Meditationsworkshop zu kommen, würde mich schon interessieren“ sagt die Bekannte und notiert sich die besagte Stunde in die Agenda.

Ein paar Wochen danach, an einem Freitag freue ich mich schon sehr auf den am Sonntag bevorstehenden Workshop. Es haben sich vier angemeldet. Ich schreibe voller Freude nochmals ein Erinnerungsmail, in dem ich das Datum und die Zeit präzisiere.

Eine halbe Stunde später erreicht mich eine Nachricht von einm Kursteilnehmer, er hätte jetzt die Möglichkeit in die Berge zu fahren und könne soit nicht am Sonntag anwesend sein. Einen Tag später meldet sich eine andere Teilnehmerin, das Wetter würde jetzt soo schön, da müss sie in die Natur.

Ich sitze nun da, meine Freude und Begesiterung ist im Keller versunke. Ich hinterfrage mich, ob ich auch so reagieren würde: habe ich was besseres vor, dann komme ich nicht. Nein definitv nicht! Ich empfinde so etwas respektlos. Ich möcht hier präzisieren, dass ich vollstes Verständis habe, wenn man an diesem Datum in den Ferien ist, oder ewtas Schlimmes vorgefallen wie ein Todesfall in der Familie oder die Kinderbetreuung ist ausgefallen oder…. aber den Magen zu haben, dass wenn ich etwas „Besseres“ vorhabe, ich nicht dabei sein kann, so etwas würde mir nicht im Traum einfallen!

Es zeigt , dass die Gesellschaft, natürlich nicht alle, aber ein paar davon, nicht mehr gerne Verpflichtungen eingehen möchten, es bleibt immer alles in der Schwebe. Was aber dieses sich kurzfristig noch umentscheiden für etwas Besseres als ich anbiete, dass dies sehr verletzend sei kann für die Person, die sich so Mühe gibt, dessen ist sich die „wenn ich nichts Tolleres vorhabe Gesellschaft“ nicht.

In diesem Sinne, war es mir ein grosses Bedürfnis, meiner Wut Luft zu machen und eine gewisse Sensibilisiereung diesem Thema gegenüber zu lancieren und daran zu appellieren, das nächste Mal achtsamer die Aktivitäten auszusuchen und verbindlich zu bleiben.

Alles Liebe, Ursula